Transplantation

Neben der Peritoneal- und Hämodialyse ist die Transplantation die dritte Säule der Nierenersatztherapie. Die Möglichkeit zur Nierentransplantation sollte für jeden dialysepflichtigen Patienten überprüft werden - sie leistet einen wesentlichen Beitrag für die Lebenserwartung sowie auch die Lebensqualität.
 

Mögliche Verfahren der Nierentransplantation sind die Lebendnierenspende, die im Einzelfall bereits vor Eintreten der Dialysepflichtigkeit als sogenannte präemptive Nierentransplantation erfolgen kann. Außerdem die postmortale Nierenspende, die auch für Patienten in höherem Alter in Betracht kommt. Für niereninsuffiziente Typ-1-Diabetiker besteht dazu noch die Möglichkeit der gleichzeitigen Pankreas-Nierentransplantation, die für betroffene Patienten einen Verzicht sowohl der Insulin- als auch Nierenersatztherapie bedeuten kann.

Die sogenannte "Warteliste" zur Nierentransplantation wird über die für Deutschland zuständige Zentrale Eurotransplant in Leiden, Niederlande, geführt. Um auf die Warteliste zu kommen, sind eine Reihe von Untersuchungen notwendig, die wir gemeinsam mit den Transplantationszentren der Universitätskliniken koordinieren.

Nach erfolgreicher Transplantation ist eine enge Anbindung an das nephrologische Zentrum wichtig, um regelmäßige Kontrollen der Nierenfunktion und die gezielte Einstellung der das Immunsystem regulierenden Medikamente vornehmen zu können. Zudem sollen eventuell durch die Medikamente verursachte Nebenwirkungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Nicht zuletzt dient die Nachsorge nach Nierentransplantation dazu, die Funktion des gespendeten Organs möglichst lange zu erhalten. Im Falle der Lebendnierenspende wird auch der Spender langfristig von uns in regelmäßigen Abständen nachbetreut.