Kreatinin

Erhöhte Kreatininspiegel sind ein Zeichen für deutlich geschädigte Nieren und bedeuten, dass über 50% der Nierenfilterfunktion bereits verloren sind.

Patienten mit erhöhtem Kreatininspiegel sollten also alles tun, um weitere Funktionsverluste zu verhindern. Sie haben ein erhöhtes Sterberisiko und ein Risiko irgendwann die Dialyse zu benötigen. Eine frühzeitige Behandlung kann dieses Risiko reduzieren.



 

Kreatinin ist ein Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels. Der sogenannte Kreatininspiegel im Blut ist ein Anzeiger für die Funktion der Nieren. Der Kreatininspiegel hilft, auf relativ einfache Weise die wichtige sogenannte "glomeruläre Filtrationsrate" abzuschätzen. Diese sagt aus, wieviel Blutflüssigkeit pro Minute von der Niere abfiltriert wird.

Dabei kann man, entgegen der weit verbreiteten Meinung, die Nieren in der Regel durch übersteigertes Trinken nicht kurieren. Für die geeignete Behandlung empfiehlt sich der Gang zum Nierenspezialisten, das heißt nicht vorzugsweise zum Urologen, sondern zum >Nephrologen. Außerdem haben Patienten mit erhöhtem Kreatininspiegel ein hohes Herz-/Kreislaufrisiko und sollten in dieser Hinsicht ebenfalls intensiv kardiologisch betreut werden. Vor allem gilt, neben Blutdruckmitteln, auch mittlerweile eine Therapie mit Cholesterinsenkern als obligat, um das Risiko dieser Patienten zu senken.